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Literatur im Kino
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Ausgabe 09/09
Von Schweinen und Menschen

Die Zeichentrick-Verfilmung heitert George Orwells «Farm der Tiere» etwas auf, bleibt aber im besten Sinne ein Lehrstück.

George Orwells «Animal Farm» endet pessimistisch: Die neuen Unterdrücker unterscheiden sich nicht von den alten, Mensch und Schwein sind nichtmehr auseinanderzuhalten. Inspiriert von Orwells Erfahrungen im spanischen Bürgerkrieg entstand diese Parabel, für die der Autor nur mit Mühe einen englischen Verleger fand und die – vielleicht ... mehr
Ausgabe 07-08/09
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Zwei plus zwei macht zwei
Marie Bäumer und Milan Peschel als Charlotte und Eduard: «Mitte Ende August» überträgt «Die Wahlverwandtschaften» in unsere Tage

Eduard – so nennen wir einen reichen Baron im besten Mannesalter… »: So beginnt Goethe seinen Roman «Die Wahlverwandtschaften», in dem es um die seltsame Macht der Gefühle und der Liebes-Arithmetik geht, um die bekannte Chemie, die sich zwischen den Menschen auf geheimnisvolle Weise entwickelt und sie leitet. In Sebastian Schippers Film «Mitte Ende August», der Goethes Geschichte variiert, sieht man ebenfalls als Erstes einen Mann im besten Mannesalter. Hier heißt er Thomas und wird gespielt von Milan Peschel.
Wir sehen ihm zu, wie er aufsteht, wie er wach wird, Musik hört, ... mehr

Ausgabe 06/09
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Denen man nicht vergibt
Eine Literaturverfilmung ohne viele Worte: «Boy A», ein Roman des jungen Autors Jonathan Trigell, im Kino

Die Qualität von Literaturverfilmungen hat nicht immer etwas mit Sprache zu tun. Alfred Hitchcock sagte einmal, ein guter Film müsse auch dann noch überzeugen, wenn man seinen Ton ausstellt. Wer den britischen Film «Boy A» im Original sieht und in den Dialekten Nordenglands nicht unbedingt zu Hause ist, gewinnt einen guten Eindruck davon, was Hitchcock damit meinte: Ich war erleichtert zu hören, dass selbst der bekannte amerikanische Filmkritiker Roger Ebert kaum ein Wort von Peter Mullans Darbietung als Bewährungshelfer verstehen konnte. Man möge, empfahl er, der Sprache des großen ... mehr

Ausgabe 05/09
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Grausam sind eher die normalen Kinder

Irgendwo in Stockholm lebt ein Mädchen von Blut und verliebt sich wider Willen. «So finster die Nacht» ist ein grandioser Vampirfilm – aber eigentlich ein Pubertäts-Drama

Das beklagenswerte Schicksal eines TEENAGER-VAMPIRS: Dieses Mädchen tötet, obwohl sie doch nur Liebe will

Vampire sind im Augenblick ... mehr

Ausgabe 04/09
Eine Geschichte vom Aufpassen

Wie viel sozialen Realismus verträgt die deutsche Kinderunterhaltung? Max von der Grüns «Vorstadtkrokodile» im Zeitalter der «Wilden Kerle»

Angeblich braucht ja jede Generation ihren eigenen «Buddenbrooks»-Film. Glaubt man den Bekundungen des Regisseurs Heinrich Breloer, genügen sogar nur zehn Jahre Abstand. Auch wenn wir inzwischen wissen, dass man zumindest nicht jeden «Buddenbrooks »-Film alle zehn Jahre gebrauchen kann, lässt sich bei Kinderbüchern vielleicht wirklich so argumentieren: In den 32 Jahren seit Wolfgang Beckers stilbildendem WDR-Kinderfilm sind inzwischen drei Generationen von Zehnjährigen ohne ihre eigenen «Vorstadtkrokodile » großgeworden. Einerseits ist natürlich die Romanvorlage, Max von der Grüns gleichnamiges Kinderbuch ... mehr
Ausgabe 03/2009
Deutscher Export

Hollywood macht aus Bernhard Schlinks Weltbestseller «Der Vorleser» einen nostalgischen Film

VON DANIEL KOTHENSCHULTE

Literarische Erfolge sind wie die von Kinofilmen unvorhersehbar.  Sobald sie sich aber einmal eingestellt haben, hat plötzlich jeder in der Branche eine Erklärung parat. Bernhard Schlinks Roman «Der Vorleser» (1995) wurde in 39 Sprachen übersetzt und erreichte als erstes Buch aus Deutschland den Spitzenplatz der «NewYork Times»-Bestsellerliste: ein Wunder.Und doch vielleicht: kein Wunder, dass diesem Werk das Wunder gelang. Schlink bearbeitet ein Thema der deutschen Geschichte, das nicht aufhört, die Wel ... mehr
Ausgabe 01-02/2009
Drei unwürdige Greise
Jan Schütte variiert Isaac B. Singers Erzählungen über «Späte Liebe»: «Bis später, Max!»

Alter schützt vor Liebe nicht und nicht vor Begehren und nicht vor Eifersucht. Die langjährige Freundin des betagten New Yorker Schriftstellers Max Cohn vermutet deswegen hinter jeder Begegnung mit einer unbekannten Frau eine Affäre, hinter jeder Stunde, die er unbeaufsichtigt verbringt, einen Fehltritt. Sie macht Szenen, wirft den Hörer auf die Gabe ... mehr

Ausgabe 11/2008
Schweinehund und Zeitgeistpater

Meditatio delectat: Zuerst läuten die Glocken, dann folgt der Weg nach innen – und am Ende ist das schlechte Gewissen wegen eines durchgetakteten Lebens schwärzer als zuvor

Das Hörbuch hat eine ganz besondere Nähe zur Lebenshilfe.
Während Lesungen oder andere Exempel literarischer Kunstausübung einen geneigten, nicht aber den ergebenen Zuhörer verlangen, setzt das Lebenshilfe-Hörbuch auf den Zuhörer, der sich willig jeder Suggestion öffnet, der mi ... mehr
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Aktuell bei kultiversum.de


«Natürlich ist mir Jesus nahe»
Erst sprach der krebskranke Regisseur Christoph Schlingensief in ein Diktiergerät, dann wurde da­raus ein Tagebuch. ...
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Zurückkommen ist Erschütterung
Vor 30 Jahren stand Reinhold Messner erstmals alleine auf dem Mount Everest. Ein Gespräch über Höhen und Tiefen. ...
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Das Medium ist nicht die Message
Der Science Fiction-Autor Ray Bradbury wird heute 90 Jahre. Sein Klassiker «Fahrenheit 421» erschien gerade als Comic. ...
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Höchste Diskretion
Als man «dafür» noch keine Worte hatte: Der Schweizer Alain Claude Sulzer erzählt virtuos von einer unmöglichen Liebe. ...
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Das Gift der Frau Gottfried
Die Graphic Novel «Gift» von Peer Meter und Barbara Yelin erzählt von der wohl prominentesten deutschen Giftmörderin. ...
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Der Sprechsteller liest Schau
Keiner kann Jandl so interpretieren wie Jandl: Zwei Mitschnitte von Ernst Jandls Frankfurter Poetikvorlesungen 1984/85. ...
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