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Die Beiseite
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Ausgabe 10/2008
Die Beiseite Zwischen Kisch und Kerkeling

Triviales findet ganz von selbst seinen Weg zum Käufer? Denkste. Was ein Zeitgeist-Feuilleton sein will, wendet seine Geisteskräfte vornehmlich auf Ausscheidungen und Fußwanderungen

VON SIBYLLE BERG


Wie viele mir bekannte Autoren hatte auch ich irgendwann zwischen Manuskript-Absagen, Aushilfsgärtner und Putzfrau einen aus Ratlosigkeit geborenen Aufenthalt in der Werbung. Damals, vor hundert Jahren, gab es in jeder Agentur neben denen, die das richtig wollten, einen Haufen Leute,die in allen anderen Berufen gescheitert waren. Ich teilte mir mein Büro mit einem zu dick gewordenen Hockey- Spieler und einer arbeitslosen Lehrerin.Keine Ahnu ... mehr
(09/08)
Lobrede auf ein Tessin ohne Hesse

Keinerlei Glamour und all diese unelegant verputzten Berge! Trotzdem: Im Tessin sieht’s aus wie in Beverly Hills – zum Glück minus Kalifornien

VON SIBYLLE BERG

Als ich jung war, hatte ich Angstzustände. Lass mich nie feststellen, alles falsch gemacht zu haben,wenn ich zu alt bin, um neu zu beginnen, betete ich zu mir. Ich habe vieles falsch gemacht. Das Erkennen beginnt. JETZT.
Himmel, man fährt doch nicht ins Tessin, sagten mir wiederholt Schweizer, die Sorte, die im Freitagtaschenturm shoppen geht, und in den Ferien macht man mit Cross- Maschinenin Cambodia herum. Irgendwann gingen mir die Argumente aus. Das Wetter, ja, ja, und die Bananenbäumchen, so herzig.
Seit ich ein Mensch war, fuhr ich wie alle ... mehr
07.08
Lachende Kinderaugen
Die Suche nach dem Glück ist eine akademische Industrie geworden. Sie kommt zu verblüffenden Erkenntnissen wie dieser: Geld macht glücklich. Mehr Geld macht noch glücklicher
VON SIBYLLE BERG

Neulich irgendwo in der Schweiz, bei einem Teller Aufschnitt für 120 Franken, die Sonne schien besonders golden, sprach ich mit einem Schweizer, der im Tessin ein Haus besaß und dessen Unglück es war, dass er als Regisseur nicht so berühmt geworden war, wie es ihm seiner Meinung nach zustünde. Wir redeten über Glück, und er sagte, die glücklichsten Menschen habe er in einem Slum – ich habe vergessen, wo – getroffen. Diese reine Lebensfreude, die lachenden Kinderaugen.

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06.08
Der Pixelsternenhimmel über mir
GESELLSCHAFT Andreas Rosenfelder entdeckt die dritte, die ästhetische
Dimension von Computerspielen

Daniel M. besuchte damals noch das Gymnasium und war doch schon ein gut verdienender Herr übermehrere Computer eines Rechenzentrums, die er als Server für W-Lan-Partys vermietete, als er mich einlud, es auch einmal mit «Counter-Strike» (CS) zu versuchen. Selbstverständlich war er ... mehr

05.08
Immer was los am Himmel

Über das Wetter zu schimpfen, ist wie Weltmeisterschafts-Ausrichten im eigenen Land – der Isländer tut es, der Inder tut es auch. Nur ein Thema verbindet noch mehr: der Tod. Der bekanntlich durch das Wetter herbeigeführt wird

VON SIBYLLE BERG

Tropenklima: Jetzt wird’s gefährlich» ist die Überschrift auf der Titelseite einer besorgten deutschen Tageszeitung. Diese Schlagzeile impliziert, dass sich alle in ... mehr
03.08
Blauer Himmel, kleine Seen, gebildete Menschen mit feinen Manieren und Spaß am guten Essen – Geld haben macht glücklich und zivilisiert. Die konkrete Utopie lässt sich daher leicht zusammenfassen: Weg mit dem Neid, und Reichtum für alle!

VON SIBYLLE BERG

Microsoft-Gründer Bill Gates ist – mit einemVermögen von 46,5 Milliarden Dollar – der reichste Mensch der Vereinigten Staaten von Amerika, berichtete das Wirtschaftsmagazin «Forbes».
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01/02.08
Altwerden mit Arschgeweih

Muss man wirklich alles wissen über linksdrehende Joghurts und rechtsdrehende Schriftsteller? Plädoyer für ein gesundes Desinteresse an der Jugend und den Neuigkeiten der Welt

VON SIBYLLE BERG
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12.07

Gemeinsame Interessen? Gibt es nicht
.

Wer sagt denn, dass Mann und Frau ihre Quality Time unbedingt miteinander
verbringen müssen? Das Geheimnis einer reizenden erwachsenen
Beziehung ist doch, dass jeder sein Leben fortsetzt wie zuvor
von SIBYLLE BERG

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am 24. Oktober 2008
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