Dichtung und Wahrheit:
Ein Besuch bei Uwe Johnson in seinem Archiv in Frankfurt am Main
VON JÖRG MAGENAU
Die große Bahnhofsuhr über der Tür stammt aus dem Pub in Sheerness-on-Sea. Johnson hat sie ersteigert, als die täglich aufgesuchte Stammkneipe renovier wurde. Eine schwere Schreibmaschine steht gebrauchsbereit im Eck: Zeugnis einer Epoche, in der Schreiben mechanische Arbeit war. Auf einem Stuhl, auf dem er einst saß, sitzt auch der Besucher vor einem langen Tisch, der sein Arbeitstisch war. Die Bilder seiner Schriftstellerfreunde hängen an der Wand: Frisch, Eich, Bachmann. Dazu:Brecht und Faulkner,Verleger Siegfried Unseld, die Grassens und die Walsers als Familienidyll. Ihnen gegenüber die starken alten Damen, die ihn beeindruckten: Hannah Arendt, Margret Boveri und die New Yorker Verlegerin Helen Wolff. Eine Tasche mit dem Logo der «NewYork Times» baumelt am Fenstergriff. Nur die Rotweinvorräte und die Pfeifensammlung fehlen. «Die Pfeifen sind im Keller», sagt Archiv-Leiter Eberhard Fahlke.«Schließlich sind wir kein Museum.» Er sagt aber auch: «Das Archiv war Unselds liebstes Spielzeug.»
Einmal, als Wolfgang Hildesheimer zu Besuch kam und fragte: «Haben Sie die Pfeifen?», hat Fahlke sie heraufgeholt. Sie stammen aus der Zeit, als Tabakpfeifen zur unverzichtbaren Grundausstattung der Dichter gehörten. Wie Werkzeuge steckten sie in den Gesichtern.«Die Meerschaumpfeife– die da!–,die habe ich ihm geschenkt», habe Hildesheimer gesagt und eine zarte Ergriffenheit entstehen lassen. Wolfgang Koeppen interessierte sich bei seinem Besuch dagegen mehr für Johnsons Kochbücher und stellte befriedigt fest: «Meine Sammlung ist größer.»Günter Grass ist mit einem Johnson gewidmeten Selbstporträt mit 16 Kochmütze vertreten.
Unter dieses Bild hatte Johnson einst einen kaputtenStuhl gestellt, dessen gebrochene Lehne er als Mahnmal der zerbrochenen Freundschaft zum Kreuz drapierte.
Solche Anekdoten bietet Eberhard Fahlke als Aperitif. Fahlke ist so etwas wie Johnsons Stellvertreter auf Erden oder zumindest in Frankfurt am Main. Er weiß alles über ihn oder zumindest über dessen Hinterlassenschaften nach seinem einsamen Tod, als er beim Entkorken der dritten Rotweinflasche zusammenbrach und erst drei Wochen später gefunden wurde. Fahlke weiß alles, und was noch schöner ist: Er hortet sein Wissen nicht, er teilt es gerne aus. So wie Johnson als notorischer Zuhörer sich von anderen Geschichten «schenken» ließ, um sie dann zu erzählen, so verschenkt Fahlke seine Johnson Geschichten. Im September wird er in den Ruhestand gehen.Dann hat das Archiv ein Problem.
«Karsch ist umgezogen» Fahlke hat ihn noch persönlich gekannt. 1979, als Johnson die Poetik-Vorlesungen in Frankfurt hielt, schrieb er an einer Dissertation zu den «Mutmassungen über Jakob» und bot ein begleitendes Seminar an – zusammen mit Johnson. Dabei muss der misstrauische Mecklenburger Vertrauen zu dem jungen Wissenschaftler gefasst haben, denn sie blieben in Kontakt, und Johnson ließ sich immer wieder Bücher von ihm schicken. Das Attribut «schwierig », das Johnson anhaftet, dürfte allerdings noch untertrieben sein. Wenn er um die Erstausgabe eines abgelegenen Werkes aus den dreißiger Jahren bat,war er keineswegs mit der unveränderten zweiten Auflage zufrieden, auch dann nicht, wenn Fahlke ihn auf das «unverändert» hinwies. «Ich wollte die Erstausgabe», schrieb er grollend zurück, denn eine geringere Genauigkeit hätte er als Betrug empfunden: «Da leidet die Würde des Textes», pflegte er zu sagen.
Man musste, um mit ihm zu kommunizieren, in seiner Gedankenwelt zu Hause sein.«Wo wohnt Karsch?»,wollte er einmal von Fahlke wissen, der sofort die MailänderAdresse dieser Romanfigur nannte. «Karsch ist umgezogen, wissen Sie das nicht?»,bellte Johnson zurück. Oder er baute sich im Café vor dem Tisch auf, in all seiner Größe, und wiederholte mehrmals dröhnend die Frage: «Wissen Sie,was heute für ein Tag ist?» Sein Gesprächspartner verneinte. Darauf Johnson, missbilligend: «Heute ist Stalins Geburtstag.»
Im Sommer 1984 gehörte Fahlke zu denen,die mit halfen, das Haus in Sheerness-on-Sea zu räumen. Johnson hatte sein Testament nach der Trennung von seiner Frau geändert. In paranoidem Wahn glaubte er, sie habe ein Liebesverhältnis mit einem tschechischen Geheimdienstmann gehabt und ihn an seine Feinde verraten. Sie erhielt das mi tHypotheken belastete Haus und die «Encyclopædia Britannica». Die gemeinsame Tochter, von der Johnson plötzlich behauptete, sie sei nicht von ihm, ging leer aus.Alles, was sich im Inneren des Haus befand, sollte Siegfried Unseld bekommen, der Herr und Meister, der Verleger, der schwierige Freund.
Der Autor gehört dem Verleger Jahrelang, während der Zeit seiner Schreibblockade, in der es mit dem vierten Band der «Jahrestage» nicht vorwärts ging, hatte er von Unseld einen monatlichen Scheck über 3000 Mark erhalten und war schließlich mit 230.094,89 Mark ins Minus geraten, wie Unseld ihm im Dezember 1982 vorrechnete. «Lieber Uwe, wir müssen über Deine Finanzen reden», schrieb der Verleger und drohte damit, die Zahlungen einzustellen, wenn der Rest der «Jahrestage» nicht bald geliefert werde. Johnson dachte verzweifelt darüber nach, Typoskripte zu verkaufen, um an Geld zu kommen. Er schrieb seine Lebensversicherung um und machte statt seiner Frau Siegfried Unseld zum Begünstigten. Und schließlich hinterließ er ihm den schriftstellerischen Nachlass. Das sah aus wie ein Teufelspakt: Der Verleger finanziert dem Autor sein Leben, aber nach dem Tod gehört er ihm ganz und gar.
Nicht nur Günter Grass empfand dieses Testament als ungehörig .Martin Walser, den Johnson sich als Testamentsvollstrecker gewünscht hatte, obwohl doch auch diese Freundschaft wie alle Freundschaften Johnsons grandios in die Brüche gegangen war, lehnte das Amt ab. Mit der Enterbung von Frau und Tochter wollte er nichts zu tun haben.Ein langer Rechtsstreit schloss sich an.Unseld, um sich abzusichern, suchte nach einem Kooperationspartner und fand ihn in der Universität Frankfurt. Die Peter-Suhrkamp-Stiftung als Eigentümer in des Nachlasses stellte ihn der Universität als Dauerleihgabe zur Verfügung. So entstand das Johnson-Archiv als direkte Folge Johnson’scher Kompliziertheit, als Verlängerung seiner Ehetragödie und seiner Verleger abhängigkeit. Schon einknappes Jahr nach seinem Tod war es nutzbar. Ein einzigartiger Vorgang.
Johnsons Orte und die Ordnung der Welt Für die Nachwelt ist das ein Glücksfall. Selbst im Deutschen Literaturarchiv in Marbach,wo derartige Nachlässe normalerweise landen, wäre eine so gründliche wissenschaftliche Erfassung und museale Präsentation wohl kaum möglich. Allerdings stellt sich die Frage, wie der Bestand in Zukunft gesichert werden kann. Das finanzielle Engagement des Suhrkamp Verlages – zu Unselds Zeit rund 20.000 Mark im Jahr – hat spürbar nach gelassen, wie Fahlke beklagt. Freundschaftliche Verbundenheit wirkt eben doch gründlicher als bloße Eigentumsverpflichtung.
Das Archiv musste nicht neu geschaffen, sondern einfach nur übernommen werden. Johnson selbst war der erste Archivar. Er legte sich die Welt in Druckerzeugnissen zurecht. Sammelleidenschaft, bürokratenhafte Genauigkeit und eine pedantische Faktentreue waren die Voraussetzungen seines Schreibens und sind zugleich die Grundlagen eines brauchbaren Archivs.Deshalb ist er hier so gut aufgehoben. Deshalb ist dieses Archiv vielmehr als nur ein Archiv.
Die rund 8000 Bücher seiner Bibliothek wurden genauso wieder aufgebaut, wie sie bei Johnson im Regal standen. Auffallend: die Wand mit den rot gebundenen Bänden des «Spiegel» – vollständig von 1949 bis 1983 – und die blau gebundenen Bände des Magazins «Time» von 1965 bis 1983. Daneben: Lexika und Nachschlagewerke wie das «Handwörterbuch des Kaufmanns» von 1925 oder das «Oxford Dictionary». Ein ganzes Regal ist mit Büchern über Mecklenburg gefüllt,wo auch ein Kirchengesangbuch von 1791 zu finden ist oder der volkstümliche «Voß un Haas-Kalender» von1881 bis 1925. Aus solchen Quellen hat Johnson sein Wissen über das fiktive Jerichow herausdestilliert. Wenn eine Romanfigur in den 20er Jahren in Lübeck ins Kino ging, dann musste er auch wissen, was an diesem Tag dort im Kino lief. Und wenn seine Bibliothek das nicht hergab, reiste er hin, um im Stadtarchiv zu recherchieren.
Auch Berlin, New York und Kent sind eigene Sammelgebiete. Weil alle Lebensorte zu literarischen Landschaften geworden sind, musste er sie greifbar haben. Eine riesige Landkarte Mecklenburgs hängt an der Wand;
Johnson hat sie aus detail genauen topografischen Karten zusammengesetzt. Hier lassen sich das fiktive Gneetz, Johnsons Jerichow, sein Wendisch Burg in der Reallandschaft verorten. Eberhard Fahlke nennt ihn einen «Landvermesser». Johnson habe darauf gesetzt, dass die schiere Quantität der Daten und Fakten, die er verarbeitete, in eine neue Qualität der Fiktonumschlüge. Erwollte derWelt, so wie sie war, eine eigene, literarische entgegenhalten. Das war ein moralischer Ansatz, denn darin steckt die Frage, ob dieWelt nicht auch ganz anders sein könnte als so, wie sie ist. Doch um ihr eine andere entgegenzusetzen, muss sie erst einmal genauestens vermessen werden. Moral ist eine Frage der Präzision.
Informelle Arbeit im eigenen Auftrag. Mit seiner Eigenart, alles mit zuschreiben und zu sammeln, machte Johnson auch die vertrautesten Freunde verrückt. So wusste ernoch Jahre später, was Martin Walser einmal an einemAbend mit Max Frisch in Zürich zu ihmgesagt habe: «Simpel / Du mit deiner Genie-Überzeugung / Deine enttäuschende Wahlhilfe für die S.P.D.
/ Ich arbeite dreimal so viel wie du! / Das Akzidentielle ist deine Stärke, und daraus machst du deine Substanz. / Schwein / Dackel / Schatz / Du Gedächtniskirche der westdt. Literatur / Dumit deiner Edelfäule des dt. Dichters im Gehirn». Johnson konservierte die Kränkung auf einem Notizzettel, den er in der Mappe mit dem Briefwechsel abheftete. Auch Artikel über Walser und vor allem Verrisse hat er genüsslich gesammelt, so dass aus solchen Mappen regelrechte Dossiers geworden sind.

Als Grass sich einmal darüber beschwerte, dass Johnson in einer als geheim eingestuften Sitzung der Akademie der Künste alles mit schrieb, verließ der stumm verletzt den Raum. Und als er ein andermal darauf hingewiesen wurde, er bekomme doch die Protokolle der Sitzung, müsse also gar nicht alles mitschreiben, erwiderte er: «Ich kontrolliere die Abweichung.» Was für ein Satz: Mitarbeiter der Stasi hätten das nicht besser sagen können. Doch bei Johnson ereignete sich der andauernde Kontrollzwang im eigenen Inneren, dort,wo seine fiktive Welt mit der äußeren Wirklichkeit zusammentraf. Wenn man ihn so vor sich sieht in seiner Lederjacke, seiner massigen Statur, dem Kahlkopf, ist es nicht schwer, sich in ihm einen Agenten vorzustellen – so wie ja auch Jakob in den «Mutmassungen» eine Verpflichtungserklärung bei der Stasi unterschrieb und einzelne Abschnitte dieses Romans als Berichte für den Führungsoffizier lesbar sind. Der Geheimdienst war Johnsons Obsession. Sicher hat dies mit frühen, traumatischen Erfahrungen in der DDR zu tun. Paradoxerweise entsprach sein literarisches Verfahren dem staatlich betriebenen Anspruch auf Allwissenheit. «Aufklärung» ist ein Wort, zudem sich mit gleichem Recht Immanue lKant und Erich Mielke assoziieren lassen.
Auch «Ansichten» sind doppeldeutig: Es sind Bilder als Ansichtskarten, an denen Johnsons Schreiben sich entzündete,und es sind die Haltungen seiner Figuren, die eben ihre «Ansichten» haben. Bei Johnson geht es immer ums Ganze. Nicht um Kunst, sondern um Wahrheit. Das macht das Schreiben so anstrengend. Denn die Wahrheit ist gebunden an die Figuren und die Orte und setzt sich aus vielen kleinen Einzelteilen zusammen. Je mehr und je genauer, desto besser. Das ist in Stasi-Akten nicht anders, nur ist es bei Johnson von ganz anderer literarischer Qualität. Seine Vielstimmigkeit ist selbstgemacht. Er ist informeller Arbeiter im eigenen Auftrag. Anders geht es nicht beim Vermessen einer Welt, die sich in der Fiktion verdoppelt.
Ein Roman als Ort für Nachrichten So penibel der Schreiber, so pedantisch der Leser. Selbst in Kriminalromanen pflegte Johnson Druckfehler zu verbessern. Seine Zeitungsausschnittsammlung der «New York Times» ist von einer staunenswerten, beängstigenden Akribie. Tag für Tag, von 1966 bis Sommer 1968 hat er Artikel durchgearbeitet, ausgeschnitten und aufgeklebt, das Motto der Zeitung «All The News That’s Fit To Print» immer obenan. Das war auch sein Motto. Er wollte «Romane schreiben wie andere Nachrichten verfassen» und bevorzugte die kühle, technische Berufsbezeichnung «Novellist».
Die Emphase, mit der da einer Zeitung las und daran glaubte, aus den Artikeln die Welt herausbuchstabieren zu können, mutet heute fast schon wunderlich an. Das Bewusstsein einer vergangenen Epoche drückt sich darin aus, in der auch Enzensberger seine kritischen Essays über den «Spiegel» und die «Bewusstseinsindustrie » publizierte. Johnson war kein naiver Zeitungsleser. Er wollte auch hier «die Abweichungen kontrollieren». Die schwankenden Todeszahlen aus Vietnam zum Beispiel nährten sein Misstrauen gegen die Berichterstattung. Dabei las und sah und sammelte er nicht für sich selbst, sondern für Gesine Cresspahl. Mit den «Jahrestagen» schrieb er das Protokoll ihres Bewusstseins. Deshalb musste er auch dann, wenn er Zeitung las, ihre Empfindungen und Gedanken produzieren.Oder war es umgekehrt: Sie gab ihm die ihren?
Die Materialberge, die Uwe Johnson damit produzierte, mögen aber auch dazu geeignet gewesen sein, sich wie Geröllhalden über das eigene Schreiben zu legen: Arbeit als Maßnahme, Arbeit zu verhindern. Fahlke und seine Germanisten im Johnson-Archiv versuchen, diese Prozesse im Detail zu rekonstruieren. Auf einer CD-ROM haben sie zu all den Zitaten aus der «New York Times» in den «Jahrestagen» die entsprechenden Artikel mit Johnsons Anstreichungen gestellt, die sich anklicken und vergrößern lassen. So lässt sich Handwerk sichtbar machen. Man kann nachvollziehen,wie es Johnson gelang, Nachrichten und Bilder ins Erzählerische zu übersetzen. Eine Veröffentlichung dieser Forschungsarbeit scheitert bisher jedoch aus Copyright-Gründen. Auch die Bücher, mit denen er gearbeitet hat, werden auf diese Weise durchforstet. Jede Anstreichung wird systematisch registriert. Jedes Detail ist von Bedeutung. Wie sinnvoll das ist, darüber lässt sich streiten; zu Johnson passt es allemal. Empirischer Wissenschaft sind keine natürlichen Grenzen gesetzt. Den Vorgang der Kreativität aber kann sie dennoch nur umkreisen. Johnsons Kunst besteht ja nicht nur im Abbilden, sondern in der Präzision der Beschreibungen und in der Lebendigkeit, die er erzeugt.
Das verborgene Ich und seine Stellvertreter Johnson, der Zuhörer. Johnson, der Aufschreiber. Johnson, der Archivar. Johnson, der Novellist. Doch wo ist er selbst, wo ist die eigene Person? Im Mittelpunkt der Materialfülle ist eine Leerstelle. Es ist mehr als nur eine historische Arabeske, dass die «Mutmassungen über Jakob» zunächst unter Pseudonym erscheinen sollten – aus Sicherheitsgründen, um den noch in der DDR lebenden Autornicht zugefährden. Doch Johnsons bleibende Freude an Pseudonymenist bekannt.Die eigene Kindheit blieb unerzählt – lieber erforschte er die Familiengeschichten anderer. Tagebuch schrieb er nicht für sich (siehe LITERATUREN 1–2/2009), sondern im Auftrag von Gesine. Vielleicht war sie eine Frau, damit man sie nicht mit ihm verwechseln konnte. Er schickte seine Figuren als Stellvertreter in die Welt, um ihre Möglichkeiten zu erproben und um die Welt auf die Probe zu stellen. Also kam es auf ihn nicht mehr an. Er konnte in die Kneipe gehen und an der Selbstauslöschung im Alkohol arbeiten.
Auf das Wörtchen «ich» hätte Johnson gerne verzichtet, wie er in den Poetikvorlesungen ausführte. Da garantierte er seinen Zuhörern, ihnen alle «privaten Mitteilungen zur Person» zu ersparen. Das Private erlaube keine Rückschlüsse auf Schreibprozess und Literatur. Doch was ist privat? Ist sein Archiv der «New York Times» privat? Oder die Bibliothek? Vielleicht ist Uwe Johnson eben doch zu finden in seinen Büchern, seinen Dokumenten, seinen Landkarten.Vielleicht hat er sich dort in eine «Figur» verwandelt. Die Pfeifen nämlich liegen im Keller.
Und da sollen sie auch bleiben.