12.2007 |
Heinrich von Kleist, Kindersoldat, Jurist, Journalist, Selbstmörder: Zahllos sind die Deutungen seines kurzen und zersplitterten Lebens. Zwei Biografien liefern neue Bilder des widersprüchlichsten aller deutschen Dichter
VON DANIEL KEHLMANN
Wenn es ein genuin deutsches Thema gibt, so ist es wohl das Gesetz. Ist das Menschenleben Regeln unterworfen? In welchem Maß soll man sich in seinem Handeln von abstrakten Bestimmungen ... mehr
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11.2007 |
Der afrikanisch-amerikanische Philosoph Kwame Anthony Appiah wünscht sich Weltbürger, die ihre Wurzeln nicht vergessen – und Gespräche, die Kulturen überschreiten. Eine Begegnung in New York | VON RENÉ AGUIGAH
Schön ist die Welt des Kwame Anthony Appiah, bunt, fein, humorvoll, vielleicht ein wenig entrückt. Nicht, dass Appiah die hässlichen Seiten der Welt da draußen verschweigen würde. Er spricht von Toleranz, Verständigung und kulturellem Reichtum ebenso ... mehr
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10.2007 |
Als man zum Kitsch noch Horreur sagteDer aufhaltsame Aufstieg des Martin Mosebach zum Georg-Büchner-Preisträger 2007. Würdigung einer exemplarischen Karriere
Von Sigrid Löffler
Seit bekannt ist, dass dem Frankfurter Erzähler und Essayisten Martin
Mosebach der diesjährige Georg-Büchner-Preis zugesprochen wurde,
herrscht im deutschen Feuilleton die possierlichste
... mehr
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09.2007 |
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Vor genau zehn Jahren, im Sommer 1997, erschien im Londoner
Verlag Bloomsbury ein Fantasy-Kinderbuch: «Harry Potter and the
Philosopher’s Stone», der Erstling einer völlig unbekannten,
32-jährigen Autorin namens Joanne Kathleen Rowling. Sie hatte, entgegen
den Bedenken des Verlags, eine siebenteilige Serie über die Abenteuer
des Zauberlehrlings Harry in seinen sieben Schuljahren im
Zauber-Internat Hogwarts im Sinn. Dass aus der Potter-Saga binnen eines
Jahrzehnts ein Bucherfolg werden würde, wie ihn die Welt noch nicht
gesehen hat, verlangt auch heute noch nach Erklärungen – ... mehr
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07/08.2007 |
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Vor sechzig Jahren ist Thomas Manns Jahrhundert-Roman erschienen: «Doktor Faustus. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn erzählt von einem Freunde». Am 29. Januar 1947, nach fast vierjähriger Arbeit, ist das Buch vollendet. In seinem Tagebuch im kalifornischen Exil notiert der 72-Jährige: «Schrieb um 1/2 12 Uhr die letzten Worte des ‹Dr. Faustus›. Bewegt immerhin.» Und als Monate später die ersten Bände aus der Druckerei kommen, bangt er: «Was werden die Deutschen sagen?» Bis heute ist das geniale Werk nicht auszuschöpfen, das die deutsche Kultur im faustische ... mehr
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06.2007 |
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Kaum ein Land ist so intensiv erträumt, bereist und überrannt worden wie Italien, nirgendwo verbinden sich mit den Namen von Städten und Landschaften derart viele Glücksversprechen wie hier. Die Hot Spots dieser Sehnsüchte sind Venedig, Rom und Neapel: Seit der Ära der klassischen Bildungsreisenden ergießt sich die (nicht nur deutsche) Italiensehnsucht in immer neuen Wellen über die Lieblingsstädte.
Friedrich Christian Delius schreibt ... mehr
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05.2007 |
Geschlechterkämpfe. Neue Runde
Der Kampf der Geschlechter in seiner neuen Runde ist subtil: Er wird über Frauenbilder und Männerbilder ausgetragen. Barbara Vinken untersucht die jüngsten Traktate zum neuen Feminismus und stellt fest: Das Bild, das die aktuelle Debatte dominiert, ist das der ewig mangelhaften Frau - zerrissen zwischen Familie und Beruf. Vinken plädiert dafür, die Idee einer erfüllten Weiblichkeit mit Kind, Job und Liebe nicht kampflos aufzugeben. mehr...
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04.2007 |
Schreiben, leben und sterben in Putins Land?Von Russland kursieren im Westen widersprüchliche Bilder – von der gefallenen Supermacht und dem wieder auferstehenden Hegemon im Osten, von einer großen Kulturnation und von Einschränkungen der Kunstfreiheit Die Furien des VerschwindensPräsident Putin will dem «Zerfall Russlands» ein Ende setzen. Doch tatsächlich steht das Land der Diktatur näher als der Demokratie mehr...
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03.2007 |
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Wer ist Thomas Pynchon? Mit Dynamit und Mathematik für die Anarchie: Der Große Unbekannte der amerikanischen Literatur. Mit Beiträgen von Willi Winkler und Friedrich Kittler Zum Ramsen in die Beiz Franz Schuh ist bezaubert vom helvetischen Anderssein mehr...
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01/02.2007 |
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Ingeborg Bachmann - Mythos und WirklichkeitHeinrich Böll, Günter Grass, Martin Walser, Uwe Johnson – in dieser Gipfelversammlung der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur war Ingeborg Bachmann (1926–1973) die weibliche Ikone. Ihr früher Tod hat diesen Status gefestigt. Das KriminalAls der Krimi noch in Ordnung ware Franz Schuh huldigt dem 189-Seiten-Thriller mehr...
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