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Ausgabe Juli '08 |
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EDITORIAL
FOTOGRAFIE
Harald Welzer Nur die Horizonte werden bleiben Berühmte Fotografen dokumentieren verschwindende Landschaften
SCHWERPUNKT
HERRIN DER WILDNIS: MARGARET ATWOOD Es geht ihr immer ums Überleben, in Kanada und in der Welt von heute. Margaret Atwoods gewaltiges Prosa-Werk verrät ein scharfes Krisenbewusstsein
Sigrid Löffler Die Magierin des Nordens Margaret Atwood ist die Erfinderin und Verkünderin der kanadischen Literatur – und deren berühmteste Repräsentantin. Sie erzählt von der äußeren und der inneren Wildnis. Jetzt hat sie eine Art Autobiografie geschrieben. Ein Besuch in Toronto |
ANTIKE
Thomas Macho Europa hat keine Wurzeln, nicht einmal christliche Der Historiker Paul Veyne erz&au ... mehr
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Das Journal |
ROMAN Mit «Tagebuch eines schlimmen Jahres» wächst J.M. Coetzee über sich
selbst hinaus – indem er die eigene Humorlosigkeit seinem Spott aussetzt
Die übliche Text-Lektüre – seitenweise von
links oben nach rechts unten – empfiehlt
sich nicht für J.M. Coetzees «Tagebuch eines
schlimmen Jahres». Kritiker zogen zum
Vergleich die «Schichttorte» heran, nannten
das Buch einen «Roman in Streifen» oder
fühlten sich an den unten mitlaufenden
Nachrichten-Ticker beim Fernsehbild erinnert,
um die besondere Machart dieses neuen Romans des
südafrikanischen Nobelpreisträgers
zu kennzeichnen. Dabei läge beim
Bach-Liebhaber Coetzee der Vergleich mit
einer dreistimmigen musikalischen Partitur
doch viel näher, deren einzelne Stimmen zu ... mehr
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Bücher des Monats |
Ulla Berkéwicz Überlebnis
«Aj, aj, er ist ein Gottmensch!»
Wie Ulla Berkéwicz in ihrem neuen Buch Traktat, Referat, Orakel und Erzählung aufeinandertürmt
und als die Erzählerin sichtbar wird, die sie sein könnte
VON FRAUKE MEYER-GOSAU ... mehr
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Sonia Simmenauer Muss es sein?
Fracksausen und Ekstase
Warum vier Musiker zuweilen einen Bund fürs Leben schließen und der alte Goethe
vom Streichquartett wohl keine Ahnung hatte
VON RONALD DÜKER
... mehr
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Das Leben, ein Minenfeld
oder Lob der Tücke
Adam Soboczynski schlägt nach in Baltasar Graciáns «Hand-Orakel»
und gibt Ratschläge für die Gegenwart: Wie die nächste
Gehaltsverhandlung bestreiten? Wie verliebte Frauen abwehren?
VON RENÉ AGUIGAH ... mehr
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Die Beiseite |
Lachende Kinderaugen
Die Suche nach dem Glück ist eine akademische Industrie geworden.
Sie kommt zu verblüffenden Erkenntnissen wie dieser:
Geld macht glücklich. Mehr Geld macht noch glücklicher
VON SIBYLLE BERG
Neulich irgendwo in der Schweiz, bei einem Teller Aufschnitt
für 120 Franken, die Sonne schien besonders golden, sprach
ich mit einem Schweizer, der im Tessin ein Haus besaß und
dessen Unglück es war, dass er als Regisseur nicht so berühmt
geworden war, wie es ihm seiner Meinung nach zustünde. Wir
redeten über Glück, und er sagte, die glücklichsten Menschen
habe er in einem Slum – ich habe vergessen, wo – getroffen.
Diese reine Lebensfreude, die lachenden Kinderaugen. ... mehr
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Kurz und Bündig |
Italien-Schwärmer sind grundsätzlich
unbelehrbar: Sie haben
erhabene Vorbilder, ihre
Sehnsucht ist mit klassischen
Zitaten gespickt und gegen
jeglichen Zweifel resistent. So
beschaffen schien auch der
Schweizer Schriftsteller Dieter
Bachmann, einstmals Reporter
des «Tagesanzeiger»-Magazins
und zehn Jahre lang
Chefredakteur der Kulturzeitschrift
«Du». Er ging nach
Rom und arbeitete dort einige
Zeit als Direktor des Schweizer
Kulturinstituts; danach wollte
er nicht mehr ... mehr
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Das Kriminal |
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Schöner Sterben
VON FRANZ SCHUH
Bevor die junge Katholikin kam, hatte ich im
Café «Museum» an einem der Tische im Freien
Platz genommen. Das Café «Museum» ist nicht weit
von der Wiener Staatsoper entfernt, aber doch soweit,
dass die Touristenströme nicht direkt auf einen zukommen.
Ich liebe die Touristen in Wien – zu sehr, weshalb
sie mir leid tun und ich ihnen aus dem Weg gehe: Ich
will nicht an Mitleid kränkeln.
Das Buch hatte ich auf den Tisch vor mir hingelegt,
und da kam die junge Katholikin um die Ecke. Sie rief mir
belustigt, aber achtungsvoll zu: «Ha, du liest ein frommes
Buch unserer Mutter Kirche.» «Nö», sagte ich, denn ich ... mehr
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Netzkarte |
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Kein Date ohne Google …
… alles andere wäre anachronistisch. Muss man vorher alle peinlichen Spuren verwischen, die man im Internet hinterlässt?
Woran man so alles denken muss! «Der erste Eindruck zählt – und diesen bestimmt immer öfter das Internet», so warnt die Website www.deinguterruf.de. «Wenn Personalverantwortliche, Vermieter oder Partnermehr über Sie wissen wollen, werden sie online recherchieren. Manch längst vergessener Forumeintrag ... mehr
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Literatur im Kino |
Eine seltene LiaisonWiedersehen auf DVD: «Der englische Patient» in der Version des verstorbenen Filmemachers Anthony Minghella
Das Bonus-Material der neuen DVD ist sorgsam aufgelistet: das übliche «Making of» zur Produktionsgeschichte, Fotogalerien, Trailer und– ein «Sonderdruck des Beststeller-Romans». Man glaubt es kaum. Da lässt sich doch ein vollwertiges, gut gedrucktes Taschenbuch aus der Klappbox schieben! Einfacher wäre es umgekehrt gewesen: Eingeklebte Silber ... mehr
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